Die Antwort auf die Frage, warum wir Weihnachten feiern, haben dann doch die meisten Deutschen parat – anders als das laut Umfragen z. B. bei Pfingsten der Fall ist: Weil Jesus geboren wurde, natürlich.

Aber warum feiern wir, 2000 Jahre später, immer noch Jesu Geburt? Nicht nur, weil Jesus ein großer Mensch war, vorbildlich in seinem moralischen Handeln und revolutionär in seiner Ethik.

Als Christen glauben wir, dass Jesu Geburt mehr ist. „Gott kommt in einer Krippe in einem Kind zur Welt“, heißt es in einem Weihnachtslied. Hier wird deutlich: Gott kommt zur Welt. Gott kommt zu uns! Warum? Weil unsere Beziehung zu ihm fundamental gestört ist. Wir alle sind schuldig vor ihm und vor unseren Mitmenschen. Selbst der friedliebendste und mildtätigste Mensch wird schuldig, und sei es nur, weil er nicht so viel Gutes tut, wie er könnte. Doch Gott ist diese gestörte Beziehung nicht egal, er macht den ersten Schritt auf uns zu – und wird Mensch. Damit stellt er wieder eine Beziehung zu uns her. Er offenbart sich als das, was er ist: Ein liebender, vergebender, gnädiger Gott. Darum können wir Weihnachten auch heute noch feiern.

Doch es bleibt nicht bei Jesu Geburt. Weihnachten ist eng mit dem Ostergeschehen verknüpft. Am anderen Ende des Lebens Jesu auf der Erde steht sein Opfertod am Kreuz – und seine Auferstehung von den Toten. Gott hat den Tod besiegt! Damit ist Gottes Reich angebrochen.

Und als Christen dürfen wir hoffen: Gott wird sein Reich auch vollenden. Er wird alles Böse endgültig verbannen und „abwischen alle Tränen“ bei all’ denen, die zu ihm gehören wollten.

In diesem Sinne können wir froh Weihnachten feiern.

Letzte Aktualisierung: 24.12.2007

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